Wer seine Sparkasse zukunftsorientiert restrukturieren will, braucht Überblick und Transparenz über den Verwaltungsaufwand. Das gilt für alle der etwa 400 Sparkassen in Deutschland, so individuell die Maßnahmen auch ausfallen mögen. Um für jedes Haus ein klares strategisches Ziel definieren zu können, bündeln wir drei erfolgreiche und innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe lange Zeit erprobte Analyseinstrumente: die Gesamtpotenzialanalyse, den Sachkosten-Management-Check und PARES Kompakt. Diese 360-Grad-Effizienzanalyse schafft die Basis für eine nachhaltige Gesamthaus-Restrukturierung.

Die Gesamtpotenzialanalyse (GPA) stellt im 360-Grad-Analyseportfolio den thematisch umfassendsten Baustein dar: Hier werden die Strukturdaten auf Gesamthausebene (z.B. Betriebsvergleich) erhoben. Die GPA verhilft Sparkassen zu einem klaren Bild wesentlicher Handlungsfelder und zu einer Priorisierung der notwendigen Veränderungen. Sie zeigt auf, wo eine vertiefende Detailanalyse der betroffenen Aufwandspositionen lohnt – aktuell betrifft das meist den Sach- und Personalaufwand. Empfehlungen, den Verwaltungsaufwand in den kommenden Jahren in Summe auf ca. 1,2 bis max. 1,5 Prozent der DBS zu reduzieren, lässt Sparkassen vermehrt Potenziale hinterfragen und tiefer gehend analysieren. An dieser Stelle lohnt der Einsatz des Sachkosten-Management-Checks (SKM-Check) und von PARES Kompakt.

Der SKM-Check ist seit vielen Jahren etabliert und bewährt. Einen besonderen Vorteil bietet die umfangreiche Daten- und Vergleichsbasis des zentralen SKM-Portals, nämlich einen Vergleich mit anderen Sparkassen (z.B. Verbandsgebiet, KGV II). Auch in 2016 haben wieder 108 Sparkassen ihre Daten erhoben und zentral zur Verfügung gestellt.

Neben dem rein quantitativen Benchmarking zeigt eine zusätzliche qualitative Analyse nicht nur Potenziale im Vergleich zu anderen Sparkassen auf, sondern auch ganz konkret erste Maßnahmen zur weiteren Optimierung. Nur so können heute noch Potenziale von 5 bis 10 Prozent (Erfahrungswert aus aktuellen Projekten) gehoben werden. Die Sachkosten sollten gerade im Kontext der Gesamtkostenorientierung nicht isoliert betrachtet werden und einen klaren Bezug zu Veränderungen der Personalkosten aufweisen.

DAS Instrument zur Analyse von Personalkapazitäten ist seit über zehn Jahren PARES Kompakt. Etwa 40 Sparkassen erhalten jedes Jahr anhand von PARES Kompakt Transparenz darüber, wie sich ihre Personalkapazitäten aufgaben- oder prozessorientiert im Haus verteilen. Das Kernelement von PARES Kompakt ist aber das quantitative Benchmarking. Es zeigt auf, wie die eigene Sparkasse im Vergleich zu anderen Sparkassen und den Modellkonzeptannahmen des DSGV aufgestellt ist. Wir wissen aus aktuellen Projekten, dass Sparkassen auf Gesamthausebene im Durchschnitt knapp 20 Prozent mehr an Kapazitäten einsetzen als zentrale Konzepte empfehlen

Wird nun die Optimierung von Sach- und Personalkosten gebündelt, können die genannten Potenziale von ca. 10 Prozent (Sachkosten) und 20 Prozent (Personalkosten) aus unserer Sicht noch deutlich umfangreicher ausfallen.