Die Motive und Ziele einer Fusion sind meist sehr individuell, die Unsicherheiten im Vorfeld einer Fusionsentscheidung, der Fusionsprozess und vor allem das operative Zusammenwachsen mehrerer Sparkassen im Rahmen eines umfangreichen Projektes aber sehr ähnlich.

Die Sparkassen Consulting und ihr strategischer Partner, die Beratungseinheit des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, begleiten seit vielen Jahren Fusionen und kennen aus über 20 Fusionsprojekten seit der Jahrtausendwende jede Problemstellung und vor allem jede Lösungsmöglichkeit. Wir kennen die Besonderheiten der Sparkassenorganisation hinsichtlich Kultur, Strategie und dezentraler Vernetzung und wir wissen, welche Voraussetzungen für eine technische Fusion gegeben sein müssen und wie man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem Weg mitnimmt.

Unser Team fungiert als Date-Doktor und Weddingplanner: Es begleitet den Fusionsprozess und gestaltet ihn mit, ohne ihn zu dominieren. Wir geben inhaltliche Impulse und wenden eine erprobte Vorgehensweise an, um allen Beteiligten Sicherheit zu geben. Wir moderieren, informieren, kommunizieren und, wenn notwendig, vermitteln wir auch.

Vertriebskraft erhöhen und Effizienz steigern

Fusionen zielen häufig in erster Linie auf Effizienzsteigerung. Auch eine Erhöhung der Marktkompetenz kann Ziel einer Fusion sein. Viele Führungskräfte erwarten nahezu eine Halbierung der erforderlichen Kapazitäten, vor allem bei Stabsfunktionen: besonders bei Strategie- und Planungsaufgaben, der Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen und der Unternehmenssteuerung. In den Marktfolgen geht es eher um Auslastungseffekte, Spezialisierungseffekte und Technologieeffekte. Unter Auslastungseffekten verstehen wir einen besseren Ausgleich von Belastungsspitzen und Beschäftigungslöchern und vor allem eine geringere Abhängigkeit von „Kopfmonopolen“. Spezialisierungseffekte zeigen sich vor allem in einer Steigerung der Bearbeitungseffizienz durch Erfahrung und Routine. Hier überschneidet sich dieser Effekt teilweise mit den Technologieeffekten, denn häufig lohnt sich der Einsatz effizienterer Technologien erst ab einer kritischen Menge. Aus Vertriebssicht wird sich zweifellos im Filialnetz zunächst relativ wenig verändern, umso mehr dagegen in den Beratungscentern, den Firmenkunden- und den Private Banking-Abteilungen. Hier werden dezidierte Vertriebseinheiten häufig erst ab einer bestimmten Losgröße, sprich Kundenzahl tragfähig. Gleiches gilt für Auf- und Ausbau zukunftsträchtiger Geschäftsfelder wie die Vermögensverwaltung, Erschließungsgesellschaften oder die besondere Betreuung von Existenzgründern.

Durch gute Steuerung die Komplexität meistern

Eine Fusion ist ein umfangreiches Projekt, das aktiv und feinfühlig gesteuert sein will und in dem prüfungssicher alle Entscheidungen dokumentiert werden müssen. Hierbei greift unser Team auf eine umfassende Erfahrung zurück und kann für jede Projektgröße die entsprechenden Empfehlungen hinsichtlich Projektstruktur, beteiligter Gremien und Sitzungsintervallen vorschlagen. Gleichzeitig setzt unser Team eine spezielle Datenbanklösung ein, die auf Basis von über 2000 Fusionsaufgaben jede Entscheidung nach dem gleichen Schema vorbereitet, der richtigen Hierarchieebene zuführt, das Ergebnis dokumentiert und die Umsetzung nachhält. Gleichzeitig hat der Vorstand durch dieses Tool zu jedem Zeitpunkt einen genauen Überblick über den Projektstand.

Strategische, aufsichtliche und operative Themen bearbeiten

Unsere Projektbegleitung umfasst sowohl strategische Aspekte, berücksichtigt (aufsichts-)rechtliche Erfordernisse, beinhaltet aber auch die operative Umsetzung der technischen, prozessualen und vertrieblichen Themen. Nicht zuletzt verfügen wir über umfangreiches Wissen und Methoden, die dazu beitragen, aus den Fusionspartnern tatsächlich ein gemeinsames neues Wir zu entwickeln. In mehreren Klausurtagungen mit den Vorständen wird die Strategie der gemeinsamen Sparkasse erarbeitet. Dazu gehört auch die Definition der Geschäftsfelder und der Aufbauorganisation, aber auch Fragen zur Zusammenarbeit im Vorstand und dem gemeinsamen Selbstverständnis. Ebenfalls entsteht in diesen Klausurtagungen das Fusionsgutachten, das die MaRisk gemäß Textziffer 8.3 bereits in einem frühen Stadium der Fusionsüberlegungen verlangt und ein Kernstück der aufsichtsrechtlichen Beurteilung der Fusionsabsicht ist. Unsere breite Erfahrung stellt sicher, dass alle Anzeige- und Genehmigungen rechtzeitig und mit den nötigen Unterlagen eingeleitet werden. Zur Angleichung der operativen Prozesse im Kundengeschäft wie auch in den internen Prozessen wird die oben bereits erwähnte Datenbank eingesetzt. Dabei werden die Modellorganisationen und Best-Practice-Ansätze berücksichtigt und die technische Fusion, die unter der Federführung der Finanz Informatik stattfindet, wirksam unterstützt.

Mitarbeiter einbeziehen und begleiten

Der Begleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Fusionsphase kommt eine entscheidende Bedeutung bei. Nur wer selbst von den Vorteilen der Fusion überzeugt ist, kann dies auch nach „außen“ widerspiegeln. Deshalb unterstützen wir diesen Change-Prozess sowohl in der operativen Projektarbeit, aber auch in gesonderten Veranstaltungsformaten. Denn es gilt, emotionale und kognitive Unsicherheit und Fragen der Mitarbeiter ernst zu nehmen, „Trauerarbeit um das Bekannte und Liebgewonnene“ zuzulassen, um daraus Mut, Zuversicht und Kraft für die neue gemeinsame Sparkasse zu entwickeln.

 

Den richtigen Partner wählen

Fusionen sind immer Abenteuer und Abenteuer sollte man immer mit einem erfahrenen Begleiter und Partner unternehmen. Sprechen Sie uns frühzeitig an und profitieren Sie von unserem Know-how. Niemand kennt Sparkassen so gut wie wir!

Jürgen Knopf Abteilungsdirektor Sparkassenverband Baden-Württemberg