Die Digitalisierung ist ohne jeden Zweifel das bestimmende Thema in der gesamten Finanzbranche. Die Geschwindigkeit, in der neue technische Lösungen auf den Markt gebracht werden, ist beispiellos.

Die Institute stehen vor einem unüberschaubaren Regal voll digitaler Angebote, die auf alle Bereiche der Sparkasse einwirken: Betroffen sind die gesamte interne und externe Prozesswelt, die Zugangswege der Kunden, die Produktpaletten, die Aufbauorganisation und nicht zuletzt die Mitarbeiter.
Viele Sparkassen suchen in dieser Gemengelage nach Orientierung. Die Schaffung eines strategischen Zielbilds zur Digitalisierung kann diese Orientierung bieten. Nur wenige Sparkassen haben ihr Zielbild etwa in Form einer Digitalisierungsstrategie formuliert.

Bei der Strategieentwicklung sind zunächst Fragestellungen zu den wesentlichen Kernthemen zu beantworten:

  • Welche externen Rahmenbedingungen sind zu berücksichtigen?
  • In welcher individuellen Ausgangslage befindet sich die Sparkasse und welche Handlungsfelder ergeben sich daraus?
  • Welche mittelfristigen Ziele setzt sich die Sparkasse in den Themenfeldern Kunde, Sparkasse und Mitarbeiter und wie können diese messbar gemacht werden?

 

Zur Bestimmung der Ausgangslage sind eine Reihe an Instrumenten nützlich (z. B. Digitale Mindeststandards, Digitalisierungs-Kompass, Digitalisierungsindex u.v.m.), die den Standort der Sparkasse jeweils aus unterschiedlichen Blickwinkeln bestimmen. Um ein ganzheitliches Bild zu erhalten, ist jedoch eine umfassende und verzahnte Bestandsaufnahme notwendig.
Durch die Nutzung mehrerer Analyseinstrumente entsteht regelmäßig eine Fülle an Informationen und Erkenntnissen. Die bereichsübergreifenden Handlungsfelder werden schnell zu einer großen Herausforderung. Die Folgen sind ein hoher Aufwand in der Strukturierung der Maßnahmen und somit eine starke Ressourcenbindung in den Sparkassen.

Im Rahmen unseres Unterstützungsmodells führen wir für unsere Kunden die Analyseergebnisse zusammen, strukturieren Handlungsfelder und stellen diese den strategischen Eckpfeilern der Sparkasse gegenüber. Ergebnis: Nach einer kurzen Analysephase und nur zwei Tagen vor Ort sind die Eckpfeiler feingeschliffen und eine Strategie, die der Relevanz und Tragweite der Digitalisierung gerecht wird, ist geschaffen.

Im Entwicklungsprozess zur Digitalisierungsstrategie schaffen wir mit der Sparkasse nachfolgend ein gemeinsames Bild zur Digitalisierung. Dazu betrachten wir Trends und Marktentwicklungen, Veränderungen im Kundenverhalten und leiten Impulse aus best practices von Wettbewerbern, Marktbegleitern und anderen relevanten Branchen ab.

Dieses Bild überführen wir in Leitsätze. Diese bilden die Leitplanken bei der Formulierung strategischer Ziele und Handlungsfelder.

Die Digitalisierungsstrategie sollte unter anderem diese Fragen beantworten (Auszug):

  • Welche internen und externen Prozesse sollen digitalisiert / automatisiert werden?
  • Welche digitalen / medialen Kanäle sollen den Kunden angeboten werden?
  • Welche Produkte und Leistungen sollen in diesen Kanälen platziert werden?
  • Wie soll das Leistungsportfolio vermarktet werden?
  • Was sind die relevanten Kundengruppen und wie sollen diese gezielt zur Nutzung der digitalen / medialen Kanäle und Leistungen motiviert werden?
  • Welche digitalen Kompetenzen benötigen Führungskräfte und Mitarbeiter? Wer sind die Schlüsselpersonen und mit welchem Selbstverständnis und welcher Verantwortung sollen diese auf die Herausforderungen der Digitalisierung einwirken?
  • Welche Auswirkungen auf die Vertriebsprozesse sind zu erwarten?
  • Welche Auswirkungen auf die Kapazitäten sind qualitativ und quantitativ zu erwarten?
  • Welche Auswirkungen auf die Aufbauorganisation der Sparkasse sind zu erwarten?

 

Auf Basis dieser Fragestellungen wird in einzelnen Gruppen das Zielbild der Sparkasse zur Digitalisierung in den Dimensionen Kunde, Sparkasse und Mitarbeiter entwickelt. Unsere Erfahrung zeigt, dass ein hybrides Vorgehensmodell – also die richtige Mischung aus agilen und traditionellen Methoden und Werkzeugen – im Entwicklungsprozess wirksam ist.

In der Analysephase wurden die Handlungsfelder der Sparkasse bereits identifiziert. Sie werden anschließend in Maßnahmen übersetzt, die zur Erreichung des Zielbilds wesentlich sind.

Die Umsetzung der Maßnahmen bedarf einer systematischen Erfolgsmessung. Hierzu definieren wir die für den individuellen Fahrplan der Sparkasse relevanten Messkriterien und Zielgrößen, beispielsweise:

  • Nutzungsquoten (OBV, S-App, ePostfach, etc.) der Kunden und Mitarbeiter
  • Anzahl und Nutzungsgrad eingesetzter Prozesse OSPlus_neo (medial und stationär)
  • Quote Nutzung Legitimationsmedium
  • Nutzung ISP (Autopiloten)
  • Nutzung Multibanking über die Sparkasse
  • Anzahl Beratungen über Digitales Beratungs-Center / Business-Center
  • Digitale Fitness der Mitarbeiter (z. B. Anzahl Digitaler Vorreiter)

 

Um abschließend eine Konsistenz des gesamten Strategiegefüges der Sparkasse zu gewährleisten, erfolgt eine Vernetzung mit der Geschäftsstrategie und – sofern vorhanden – der weiteren Teilstrategien der Sparkasse.

Das Feedback unserer Kunden zeigt, dass die neutrale Sicht einen direkten Einfluss auf den Erfolg bei der Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie hat. Die externe Moderation und das Einbringen von Input und Erfahrungen aus anderen Sparkassen stellt sicher, dass alle relevanten Themenfelder ohne Vorbehalte in die Strategie der Sparkasse einfließen.

Sie möchten den Digitalisierungsprozess Ihrer Sparkasse vorantreiben? Wir unterstützen Sie gerne.