Tiefzinsphase und anhaltender Wettbewerbsdruck veranlassen Sparkassen seit Jahren, die Erfolgspositionen – beispielsweise die Kosten – zu optimieren. Zunehmend wird der Fokus auf die Ergebnisse von Vor- und Nachkalkulation gerichtet – die verwendeten Daten und Parameter werden hinterfragt und validiert. Eine besondere Rolle nehmen die Stückkostensätze ein: In den meisten Sparkassen werden die Werte des Globalstandards unangepasst verwendet. Man geht folglich davon aus, dass diese Kostensätze die institutsindividuellen Teil- und Vollkosten korrekt abbilden. Oftmals wird dies aber im Zusammenhang mit den Kalkulationsergebnissen angezweifelt. Eine Alternative schienen nur aufwendige individuelle Ableitungen der Kostensätze darzustellen.

Mit der Auflage des DSGV-Projekts Institutsindividuelle Prozess- und Stückkostenkalkulation (IPSKA), bei dem die Sparkassen-Consulting GmbH bereits in der Konzeptionsphase eingebunden und mit der Durchführung der Pilotierungsaktivitäten beauftragt war, wurde den Anforderungen aus der Institutspraxis Rechnung getragen. In seiner aktuellen Ausbaustufe lassen sich mit IPSKA pragmatisch und mit wenig Aufwand institutsindividuelle Stückkostensätze ermitteln. Da diese Kostensätze für Produktgruppen berechnet werden, können diese anstelle der bisher angewandten Kostensätze des Globalstandards der FI genutzt werden.

Projektablauf

Ein eigener Workshop macht die Sparkasse mit den konzeptionellen Grundlagen sowie den technischen Instrumenten vertraut: Die Ermittlungs- und Kalkulationslogik wird erläutert, die Inhalte der Arbeitsdateien werden von den Beratern anschaulich im Einzelnen vermittelt. Des Weiteren werden Festlegungen zum Benchmarking getroffen sowie der Anforderungskatalog zur Datenerhebung abgestimmt und übergeben. Die Daten der Sparkasse werden für den Berichtszeitraum per S-Select erhoben. Für die notwendigen Kostenpositionen wird auf den Betriebsvergleich zurückgegriffen. So entsteht für die Sparkasse bei der Datenanlieferung kein Zusatzaufwand. Des Weiteren wird eine Übersicht mit relevanten Outsourcingkosten erstellt. Die Erhebung der Kapazitäten sowie der Pesonalkosten erfolgt untergliedert nach den Bereichen Markt, Marktfolge und Stab. Den Sparkassenmitarbeitern steht als Unterstützung bei der Datenerhebung eine „Hotline-Funktion“ der Berater zur Verfügung. Es folgt ein weiterer Workshop für die Verarbeitung der Mengendaten: Die Daten werden gemappt und das Kalkulationstool wird gemeinsam befüllt. Die Berater der Sparkassen Consulting GmbH stellen die Qualität der Daten und der ermittelten Stückkostensätze sicher. Etwaige offene Punkte werden identifiziert und geklärt. Die Verwendung und Einsetzbarkeit der Daten wird von den Beratern mit dem Fachbereich der Sparkasse abgestimmt. Die Projektergebnisse und die mögliche Datenverwendung sind dann Thema in einem ErgebnisWorkshop. Beispielsweise werden die Nutzung der Stückkostensätze in der Vor- und Nachkalkulation oder ihre Einbindung im S-DWH geklärt. Eine Präsentation der Ergebnisse vor dem Vorstand schließt das Projekt ab. Im Anschluss verfügt die Sparkasse über institutsindividuelle Stückkostensätze und kann folglich ableiten, was beispielsweise eine Baufinanzierung unter Teil- oder Vollkostensicht kostet.

Projektnutzen

Wesentlicher Nutzen des Projekts:

  • pragmatische und ressourcenschonende Ermittlung institutsindividueller Stückkostensätze für die Vor- und Nachkalkulation,
  • Abbildung der Teil- und Vollkostensicht,
  • Indikation zur Auslastung von Kapazitäten,
  • Gemeinsame Diskussion und Anleitung zur Datenverwendung,
  • Befähigung der Sparkassenmitarbeiter zur eigenständigen Umsetzung von IPS-KABasis bei zukünftigen Aktualisierungsläufen.

 

Haben wir Ihr Interesse an der Ermittlung der Stückkostensätze Ihres Instituts geweckt? – Dann nutzen Sie jetzt die Chance zur Durchführung von IPSKABasis in Ihrer Sparkasse: Setzen Sie sich mit uns in Verbindung und fordern Sie ein individuelles Angebot zur Umsetzung des Projekts an!