Ende 2017 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die finale Fassung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) veröffentlicht. Darin setzt die Aufsicht diverse internationale Anforderungen um und konkretisiert verschiedene bereits vorhandenen Themenfelder, in denen sich Erfahrungen aus der Aufsichtspraxis niederschlagen. Haupttreiber für die aktuelle Überarbeitung sind die „Grundsätze für die effektive Aggregation von Risikodaten und die Risikoberichterstattung“ (BCBS 239) sowie das Thema Risikokultur. Folglich resultiert für die Sparkassen der Handlungsbedarf im Wesentlichen aus drei Themenfeldern:

  • Risikodatenaggregation und Risikoberichterstattung,
  • Risikokultur,
  • Auslagerungen.

Um die Anforderungen durch die MaRisk zu erfüllen, stehen den Sparkassen zentrale und dezentrale Instrumente zur Verfügung, so dass die Sparkassen gleich damit beginnen sollten, die Neuerungen umzusetzen. Danach ist es notwendig und sinnvoll, die Änderungen einer Überprüfung zu unterziehen.

Projektinhalt

Der MaRisk-Check der Sparkassen Consulting ist ein Instrument zur Erkennung von Umsetzungslücken. Auf der Grundlage der MaRisk-Textziffern erfolgt ein systematischer Abgleich der Anforderungen mit der institutsindividuellen Umsetzung. Dazu gibt es einen Katalog von etwa 500 Fragen, der sämtliche Anforderungen der MaRisk enthält und vor allem konkretisiert und operationalisiert. Durch den modularen Aufbau des MaRisk-Checks können gezielt relevante und überprüfungswürdige Themengebiete selektiert werden.

Jede Prüfung fordert grundsätzlich, dass einerseits formale Anforderungen und Dokumentationspflichten erfüllt sind und andererseits die jeweilige Sparkasse die Regelungen auch möglichst wortgetreu umsetzt – zwei Dinge, die zwar aufeinander aufbauen, aber unabhängig voneinander zu prüfen sind.

Im Check wird daher vor allem die tatsächliche praktische Umsetzung herausgearbeitet, um die Umsetzungstreue bewerten zu können. Denn es sind vor allem die Abweichungen in der Praxis und nicht nur die mangelhafte Dokumentation, die von den externen Prüfern beanstandet werden. Um die Umsetzungsreife einschätzen zu können, sind die Ist-Situation zu dokumentieren sowie etwaige Umsetzungslücken als künftige Handlungsnotwendigkeiten herauszustellen. Auf deren Basis kann anschließend ein hausindividueller Maßnahmenplan erarbeitet werden – die Grundlage für ein systematisches Beseitigen der festgestellten Mängel und ein Umsetzungscontrolling.

Projekterfahrungen zeigen umfassenden Handlungsbedarf

Auch wenn die vierte MaRisk-Novelle schon vor einiger Zeit veröffentlicht worden ist, zeigen Projektergebnisse, dass es immer noch Handlungsbedarf gibt. Teilweise ist es etwa nicht gelungen, eine Konformität zwischen den Strategien, der Risikoinventur und dem Risikohandbuch herzustellen. Auch die Herleitung der Strategien weist mitunter Lücken bezüglich der MaRisk-Konformität auf (z. B. Herleitung wesentlicher Geschäftsaktivitäten, Auswahl und Analyse der internen und externen Einflussfaktoren). Des Weiteren waren die Strategien in weiten Teilen unkonkret formuliert: „Ökonomisches Wachstum“ oder „einwandfreie Bonität“ haben keine Überwachung der strategischen Aussagen zugelassen.

 

Fazit

Sie können bei einem MaRisk-Check von einer externen Sicht sowie den Erfahrungen zahlreicher Umsetzungsprojekte unterschiedlichster Sparkassengrößen und Verbandsgebieten profitieren. Durch Ihre auf die Sparkasse zugeschnittene Umsetzungsunterstützung, Best-Practice-Ansätze und ihrem Netzwerk innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe liefert die Sparkassen Consulting Mehrwerte, für ein effizientes und aufsichtlich konformes Risikomanagement.

Sprechen Sie uns an und wir analysieren ihren Umsetzungsstand der MaRisk.