Die MaRisk-Novelle vom 15. Dezember 2010 konkretisierte die aufsichtlichen Anforderungen an das Risikomanagement. Insbesondere für die folgenden sechs Themenfelder resultierte Handlungsbedarf für Sparkassen:

  • Risikoinventur und -tragfähigkeit
  • Strategieprozess und -dokumente
  • Ertrags- und Risikosteuerung
  • Stresstests
  • Risikokonzentrationen
  • Liquiditätsvorschriften

Beispielsweise wurden Mindestinhalte des Strategieprozesses formuliert und die Verknüpfung von strategischer Positionierung und operativer Planung gefordert. Aber auch die Klarstellungen hinsichtlich der methodischen Anforderungen an die Ausgestaltung und Durchführung von Stresstests sowie die Betrachtung inverser Stresstests führten zu Umsetzungsaktivitäten. Die Erfüllung dieser aufsichtlichen Anforderungen unter Berücksichtigung angemessener Aufwendungen stellte für Sparkassen die Herausforderungen dar.

Um Sicherheit hinsichtlich der Qualität der Umsetzung zu erhalten, hat das ­Beratungshaus bereits mit erstmaliger Veröffentlichung der MaRisk den MaRisk-Umsetzungscheck entwickelt und im Rahmen der Novellierungen laufend den aktuellen Anforderungen angepasst.

Ein auf Access basierendes Aufnahmetool mit nahezu 400 Fragen stellt die Basis ­
für die strukturierte Erhebung des Umsetzungsstands dar. In Fachgesprächen mit den jeweiligen Spezialisten der Sparkasse werden die hausindividuellen Umsetzungen zu den einzelnen MaRisk-Anforderungen erhoben und bewertet, Handlungsfelder werden aufgezeigt. Optional ­werden in Folgeworkshops Lösungen ­zu den identifizierten Handlungsfeldern gemeinsam erarbeitet.

Die Sparkasse Harburg-Buxtehude ­beauftragte das Beratungshaus mit der Durchführung eines solchen Checks. Schwerpunkt stellten die Themen der 3. MaRisk-Novelle dar. Neben der Sicherheit hinsichtlich der Umsetzung der aufsichtlichen Anforderungen sollten vor ­allem die Umsetzungsbeispiele aus dem Fundus des Beratungshauses einen Mehrwert für ­die Sparkasse bringen.

Auf Grund des praxiserprobten Umsetzungstools sowie einer vollständigen und gut aufbereiteten Übersendung der angeforderten Dokumente und Unterlagen, konnte der Analyseworkshop in nur einem Tag realisiert werden. Aus den so gewonnenen Erkenntnissen wurde das Umsetzungsprofil abgeleitet.

Hierauf aufbauend folgte ein Optimierungsworkshop. Im Rahmen dieses Workshops wurden einzelne Lösungsansätze diskutiert sowie Alternativen und Optimierungsansätze erarbeitet. Im Vordergrund standen die Betrachtung des Strategieprozesses und der Inhalte der Strategiedokumente, die Risikotragfähigkeitskonzeption sowie die Ausgestaltung der Stresstests. Hilfreich im Workshop waren die Umsetzungserfahrungen des Beratungshauses aus anderen Sparkassen sowie Hinweise, die sich aus externen Prüfungen bei anderen Instituten ableiten ließen.

Im Ergebnis des Projekts verfügt die Sparkasse über eine vollständige Erhebung der relevanten Themenstellungen der MaRisk samt einer Dokumentation des hausindividuellen Umsetzungsstands. Zu einzelnen Themenstellungen wurden Optimierungsvorschläge erarbeitet. In einem Aufgabenkatalog wurden die erkannten Handlungsfelder samt abgeleiteter Aufgaben dokumentiert.

Die Erwartungen der Sparkasse wurden erfüllt. Die Einbeziehung des Beratungshauses war eine gute Entscheidung.

Heinz Lüers Vorstandsvorsitzender Sparkasse Harburg-Buxtehude
Stefan Fischer Direktor Controlling /  Rechnungswesen Sparkasse Harburg-Buxtehude
Marc Volmer Abteilungsleiter Controlling Sparkasse Harburg-Buxtehude