Es überrascht nicht, dass viele Sparkassen im Tagesgeschäft weiterhin mit der zum 21. März 2016 in nationales Recht umgesetzten „Wohnimmobilienkreditrichtlinie“ überdurchschnittlich belastet sind. Im Rückblick war dies auch bei der Umsetzung der MaK (2004), MaRisk (2005) oder Verbraucherkreditrichtlinie (2010) der Fall.

In einigen Häusern ist das Wort „WohnImmo-Richtlinie“ schon das inoffizielle „Unwort des Jahres 2016“. Warum ist das so?

Sparkassen beraten seit jeher kundenorientiert und bedarfsgerecht. Vor diesem Hintergrund sollten die Änderungen mit der WohnImmoRl doch vergleichsweise gering ausfallen. Als in kurzer Zeit die bestehenden Strategien, Aufbauorganisation, Prozesse und IT überprüft und gegebenenfalls angepasst werden mussten, geisterten nur allzu oft Sätze wie „machen wir vorübergehend so“ oder „das schauen wir uns in Ruhe nochmal an“ durch die Workshops. Zu Recht wollte man abwarten, zu groß war die Unsicherheit: Denn neben dem eigentlichen Darlehensvertrag drohen seit dem 21. März 2016 auch Rechtsfolgen aus der Beratung sowie Kreditwürdigkeitsprüfung. Der Dokumentationsaufwand wächst erheblich.

Fakt ist jedoch: Es sind für die Zukunft klare Rahmenbedingungen geschaffen worden, die bei jeder Anpassung des betreffenden Kreditgeschäfts beachtet werden müssen.

  • Wie kann sich eine Sparkasse im Vergleich zum Mitbewerber positiv abgrenzen?
  • Wie wird sich das Volumen in der Baufinanzierung verändern?
  • Welche Anforderungen an die vorhandenen Kapazitäten werden gestellt?
  • Und wie kann z. B. die bisherige Terminquote der Baufinanzierungsberater beibehalten werden?

Raus aus dem „Tal der Tränen“

Sparkassen, die diese Veränderungen früh genug auch als Chance verstehen, können dem Wettbewerb einen Schritt voraus sein, Kreditprozesse ganzheitlich auf den Prüfstand stellen oder den OSPlus-Einsatz optimieren, um mit den richtigen, priorisierten Maßnahmen schnell wieder aus dem „Tal der Tränen“ zu kommen.

Bei aller Ausrichtung auf WohnImmoRl-Konformität darf die Effizienz- und Wettbewerbsfähigkeit nicht auf der Strecke bleiben! Machen Sie aus der Notwendigkeit eine Tugend und lassen Sie die Erkenntnisse aus den Projekten zur WohnImmoRichtlinie nicht ruhen. Bauen Sie ganzheitlich auf die Strategien der Sparkassen-Finanzgruppe, deren Kreditprozesse sowie die IT, um langfristig effizient und wettbewerbsfähig zu sein.

Sprechen Sie uns an, damit wir Sie auf dem Weg dorthin begleiten können.