Strategie heißt, nicht den Erfolg heute, sondern den Erfolg in fünf Jahren zu sichern. Das heißt auch, Veränderungen gedanklich vorwegzunehmen und „auf das rennende Kaninchen“ zu zielen. Was bedeutet die demographische Entwicklung in fünf Jahren für unsere Sparkasse und welche Konsequenz haben andauernde niedrige Zinsen in zwei oder drei Jahren für das A-Depot?

Ausgangssituation
Jede Sparkasse hat eine individuelle Ausgangssituation. Nicht nur die Rahmenbedingungen wie Niedrigzinsphase und demographische Entwicklungen im Geschäftsgebiet sind hier zu nennen. Auch ein Wechsel im Vorstand, eine geplante grundlegende Neuausrichtung des Vertriebssystems der Sparkasse oder auch die Ergebnisse einer umfassenden Analyse der Sparkasse, z. B. mit PARES Kompakt, können Anlass sein, sich intensiv und ganzheitlich mit der Zukunftsfähigkeit des Hauses auseinander zu setzen.

Dabei können Sparkassen den Weg in die Zukunft oft selber und alleine gehen, das haben sie in den vergangenen weit über 100 Jahren oft genug bewiesen. Externe Unterstützung ist jedoch in der Phase der Identifizierung des Veränderungsbedarfes und der offenen Diskussion über zukünftige Herausforderungen oft sinnvoll. Hier geht es um den „externen Spiegel“ und den Begleiter des Diskussionsprozesses, der nicht nur moderiert, sondern auch durch Fachexpertise und kritische Distanz zum Erfolg des Prozesses beiträgt.

 

Vorgehensweise Strategieworkshop

Im Rahmen von Strategieworkshops werden mehrere Aufgaben schon im Vorfeld vorbereitet: Bestehende Strategiepapiere und -prozessdokumentationen werden auf Kompatibilität mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen analysiert. Klar und eindeutig geben wir Hinweise, an welchen Stellen möglicherweise eine konkretere Festlegung erforderlich ist. Als Beispiel und ggf. konkrete Vorlage für eine Optimierung dient eine Vielzahl von Strategiepapieren.

Der eigentliche Strategieworkshop ist meist auf einen oder zwei Tage beschränkt und wird individuell auf die Anforderungen des Hauses ausgerichtet. In der Regel gilt es, die externen Rahmenbedingungen im Sinne der Chancen und Risiken der Region und des Wettbewerbsumfeldes zu identifizieren oder weiterzuschreiben und diesen Herausforderungen die Stärken und Schwächen des Hauses gegenüberzustellen. Dabei kommt der Kreuztabellierung besondere Bedeutung zu, bei der gezielt externe Risiken und deren erwartete weitere Entwicklung mit ausgewählten Schwächen und Potenzialen des Hauses konfrontiert werden. Nur so ist es möglich, kritische und bedrohliche Situationen frühzeitig zu erkennen und zu diskutieren. Gleichwohl werden Stärken der Sparkasse daraufhin überprüft, inwiefern sie auf Chancen des Marktumfeldes treffen. Gerade diese Kombinationen ermöglichen es, zukünftige Erfolgspotenziale zu identifizieren.

Aufbauend auf dieser Vorgehensweise wird dann – meist ohne fundamentale Neuausrichtung der Strategie oder tiefgreifende strukturelle Änderungen an den bestehenden Strategiepapieren – eine Fortschreibung der Strategie vorgenommen. Oft ist es auch erforderlich, die eruierten/ermittelten Themen mit dem Verwaltungsrat oder einem ausgewählten Kreis von Personen zu diskutieren, um den Umsetzungserfolg sicher zu stellen. Gerade wenn es um Veränderungen im stationären Vertriebssystem des Hauses oder um (noch) erforderliche Kapazitäten für eine zukunftsfähige Sparkasse geht, ist dieser Schritt oft unerlässlich. Als Ergebnis erhält die Sparkasse nicht nur Impulse und eine Vorlage für Strategieworkshops, sondern auch wertvolle Hinweise für die aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die an die Strategiedokumentationen heute und zukünftig gestellt werden.

Vorgehensweise Strategieprojekt

Umfassende Strategieprojekte beginnen häufig mit einer intensiven Analyse der Ausgangssituation der Sparkasse. Dabei ist ein vor kurzem abgeschlossenes PARES-Kompakt-Projekt ebenso hilfreich wie Prozess- und Kosten-Analysen, Analysen des Vertriebssystems der Sparkasse oder auch eine Risikoanalyse. Je breiter die Ausgangsbasis hier ist, umso besser ist das Ergebnis und umso konkreter können Strategien und vor allem die hieraus abzuleitenden operativen Maßnahmen sein.

Im Anschluss an die Analysephase werden im Rahmen eines – in der Regel zweitägigen – Strategieworkshops mit dem engsten Führungskreis der Sparkasse die zentralen Punkte herausgearbeitet und erste strategische Weichen gestellt. Dabei nutzt die Sparkassen Consulting eine umfassende strategische Maßnahmendatenbank auf Basis der Balanced Scorecard-Methodik. Aus einer Vielzahl von Projekten können für die meisten strategischen Problemstellungen „Musterkarten“ vorgeschlagen werden, die dann auf die individuellen Problemstellungen anzupassen sind. Hierbei werden nicht nur „strategische Zielkarten“ vorgeschlagen, sondern hinter jedem vorgeschlagenen strategischen Ziel stehen konkrete Beschreibungen des Ziels für die Kommunikation ins Haus. Daneben enthält jede „Karte“ Maßnahmen, die häufig bei der Verfolgung des jeweiligen Ziels zum Einsatz kommen, konkrete Messgrößen zur Messung der Zielerreichung und ein Vorgehensmodell zur operativen Umsetzung der Strategie mit Verantwortlichen, konkreten Aktivitäten und Zeitplänen.

Als Ergebnis erhält die Sparkasse aus diesem Prozessschritt eine auf Basis der Balanced Scorecard erstellte Geschäftsstrategie mit konkreten strategischen Zielen, die auf die individuelle Situation der Sparkasse ausgerichtet sind. Dabei ist die Vorgehensweise der Sparkassen Consulting standardisiert und erprobt, das Ergebnis so individuell wie die Sparkasse, für die es erarbeitet wurde.

Im Anschluss bieten sich mehrere Schritte an. Häufig ist eine Klausur mit den oberen Führungskräften sinnvoll, um diejenigen, die auf operativer Ebene Verantwortung für die Umsetzung der Strategie tragen sollen, „ins Boot“ zu holen. Ebenso kann eine Großgruppenveranstaltung mit einer großen Zahl an Führungskräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sinnvoll sein oder auch eine intensive Klausurtagung mit dem Verwaltungsrat oder eine Diskussion in einem anderen politischen Forum. Diese anschließenden Maßnahmen haben vor allem die Verknüpfung zwischen Strategieentwicklung und Umsetzung zum Ziel, denn für uns ist eine Strategie, die auf der strategischen Ebene bleibt, wertlos. Nur eine Strategie, die zu konkreten Maßnahmen und Veränderungen führt, kann die Zukunftsfähigkeit einer Sparkasse sichern.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann rufen Sie uns an. Gerne diskutieren wir mit Ihnen über den individuellen Bedarf Ihres Hauses, nennen Ihnen Referenzen und erstellen Ihnen ein Angebot.