Unsere Fundamente sind 200 Jahre alt. Sie sind stabil und können sicherlich noch viele Jahre unser Haus tragen. Aber wir wissen alle, dass gerade ein altes Haus immer wieder daraufhin überprüft werden muss, ob noch alles in Ordnung, ob zumindest etwas Farbe oder ein Umbau angesagt ist. Nach einigen Jahrzehnten kommt man an einer Kernsanierung nicht vorbei. Dann bleiben nur die Mauern stehen – und auch die nicht alle – und danach wird das Haus völlig anders aussehen als vorher.

Würden Sie so einen Umbau an Ihrem Haus selber planen und durchführen? Wohl kaum. Die Gefahr, dass trotz bester Absicht hinterher die Wände schief sind oder – noch schlimmer – die Statik nicht mehr stabil ist, ist viel zu groß. Bei jedem Umbau verlässt man sich auf Partner.

Es ist ein spannender Prozess und viele von uns haben ihn schon einmal erlebt. Zuerst scheut man sich vor der Arbeit, dem Dreck und den Unwägbarkeiten und nicht zuletzt auch den Kosten, aber wenn man erst einmal weiß, was man machen möchte und wie das Haus nach dem Umbau aussehen soll, dann freut man sich darauf. Und die ersten Schritte und Tage im „neuen Haus“ sind immer ein ganz besonderes Erlebnis. Wir sind diese Schritte –sowohl auf der Baustelle als auch im fertigen Haus – schon viele Male mitgegangen.

Elementar für die Region.

200 Jahre alte Fundamente tragen uns. Sie haben Bedeutung in und für die Region, für die Menschen die dort leben. Aus dem „öffentlichen Auftrag“ ist im Laufe der Jahrzehnte viel mehr geworden. Den Sparsinn zu fördern und Möglichkeiten zur verzinslichen Geldanlage zu bieten – das ist per Internet in jedem Winkel unseres Landes möglich. Dazu braucht es keine Sparkassen mehr.

Aber Sparkassen sind eben so viel mehr. Sie sind elementarer Teil ihrer Region und des öffentlichen Lebens. Wenn man sich auf diesen Gedanken bezieht, dann kann eine Sparkasse der Zukunft völlig anders aussehen – ja im Grenzfall sind dann „Geldgeschäfte“ gar nicht mehr der Schwerpunkt unserer Aktivitäten. Es ist das Selbstverständnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sparkassen, es ist die Vision und dieser Gedanke trägt jede Sparkasse. Das ist deutlich zukunftsfähiger als ein in die Jahre gekommener öffentlicher Auftrag. Die Aufgaben in der Region wachsen. Das Vertrauen der Menschen in das rote S ist das wertvollste Asset der Sparkassen – und dieses Gut muss zur Produktreife weiterentwickelt werden.

Fangen wir an.

Ein Umbau betrifft das ganze Haus – vom Groben bis ins Detail. Welche Mauern sollen bleiben, welche müssen weg? Leitungen werden komplett neu verlegt und die technische Infrastruktur muss Raum für zukünftige Entwicklungen lassen. Vielleicht soll das Haus auch mehrgenerationenfähig werden? Für all dies brauchen wir zunächst einen Plan und ein Zielbild: Wie soll unser Haus aussehen? Dies wird nicht der erste Umbau und sicherlich auch nicht der letzte sein.

Flexibel denken.

Wir müssen offen denken und den folgenden Generationen Möglichkeiten eröffnen. Wann der nächste Umbau ansteht, wissen wir nicht, aber vielleicht schon in wenigen Jahren.

Wer sich selbst Denkmäler im Sinne finaler (Um)bauten gesetzt hat, ist in der Geschichte meist gescheitert. Der Klügere hat flexibel gedacht, war anpassungsfähig und offen für Neues. All das muss unser Plan beinhalten. Im übertragenen Sinne und unter Berücksichtigung aktueller zentraler Konzepte – allen voran die ein zukunftsfähiges Vertriebskonzept und die Betriebsstrategie der Zukunft – betrifft das die Aufbauorganisation der Sparkasse. Welche Strukturen führen uns in die Zukunft – und welche kommen aus der Vergangenheit? So ist beispielsweise die Existenz einer Abteilung „Organisation“ zwar in Zukunft gesichert, aber ihre Aufgabe wird eine ganz andere sein. Vom internen Dienstleister zum Steuerer der Dienstleister, vom Aktenführer der Dienstanweisungen zum internen Unternehmensberater und Coach! Dies ist nur ein Beispiel für viele – die meisten „Pfeiler“ jeder Sparkasse müssen grundsätzlich umgebaut werden.

Gründlicher Check vom Keller bis zum Dach.

Stein für Stein und Leitung für Leitung muss klar sein, welche Aufgabe dieses Bauteil im alten Haus hatte und vor allem, ob wir es nach der Kernsanierung noch wollen oder brauchen. Diese Fragen im Vorfeld betreffen manchmal nur einen Schalter, manchmal ein komplettes Zimmer. Was passiert, wenn wir ein Zimmer einem anderen hinzufügen oder es nach dem Umbau verschwunden sein wird? Entscheidend ist die Frage: Wozu haben wir dieses Zimmer einmal gebraucht – und warum brauchen wir es zukünftig sicher nicht mehr?

Dieser Gedanke lässt sich gut übertragen: Welche Menschen in unserer Sparkasse tun eigentlich was – und tun sie dies effektiv und effizient?

Welche Prozesse tragen die Sparkasse und welche Prozesse sind zwar für uns normal, (zer)stören aber die effizienten Prozesse unserer (gewerblichen) Kunden? Natürlich gibt es rechtliche Grundlagen, die auch in Zukunft eingehalten werden müssen – aber es gibt oft viele Wege, die gleiche Rechtsvorschrift einzuhalten. Kontrollen garantieren keine Qualität, aber sie garantieren definitiv hohe Kosten – nur wo stecken die Kontrollen, die man nicht braucht, wenn man nicht weiß, dass man sie nicht braucht, weil man es schon immer so gemacht hat?

Ein Umbau – unterschiedliche Ziele.

Möglicherweise muss das Haus an den verschiedenen Stellen mit unterschiedlichen Zielsetzungen umgebaut werden. Im Wohnzimmer und auf der Terrasse soll es für unsere Gäste schöner und in der Küche praktischer sein und die Heizung muss effizienter werden. Fernwärme etwa lässt sich flexibler nutzen und spart Raum im Haus. Den Vorratskeller braucht heute in dieser Größe niemand mehr, dafür aber ein leistungsfähiges hausinternes Steuerungssystem, vernetzt mit Apps und Datenspeichern. Filialen wurden geschaffen, um den Menschen einen guten und gut erreichbaren Service anzubieten. Guter Service und seine Erreichbarkeit haben aber heute nichts mehr mit einer Filiale zu tun, sondern mit guten Apps und entsprechenden technischen Rahmenbedingungen. Schönheit ist nicht im Sinne lichtdurchfluteter und riesiger Räume gemeint, sondern im Sinne von Kundenorientierung.

Eine Dienstleistung ist nicht deshalb gut, weil wir das Konzept gut finden, sondern nur dann, wenn der Kunde es auch honoriert und dafür etwas bezahlt!

Alle an Bord. Oder?

Eine weitere wichtige Frage vor dem Umbau: Wie viele Menschen werden in unserem Haus nach dem Umbau noch wohnen – und wie? Hatte man früher viele kleine Zimmer, so bevorzugt man heute offene große Räume. Räume, um sich zu begegnen und um gemeinsam mit den anderen etwas zu entwickeln und zu leben. In einem alten Haus werden immer auch junge Menschen leben – diese haben andere Wünsche.

Wir erleben Kolleginnen und Kollegen, die gut qualifiziert sind und sich vor einem Jahrzehnt auf einen damals spannenden Arbeitsplatz beworben haben, den es in wenigen Jahren nicht mehr geben wird. Wie nehmen wir diese Menschen mit?

Auch unsere Kunden verändern sich nicht alle gleich. Der Gedanke, unsere Kunden „mitnehmen“ zu müssen, ist berechtigt. Aber ist er auch in allen Fällen richtig? Gleichzeitig bleibt der Bedarf nach Beratung, den wir befriedigen wollen und können – nur: Dafür brauchen wir keine kleine 2-Mann-Filiale mehr.

Und eine der größten Herausforderungen ist, dass wir nicht während unseres Umbaus schließen können. Wir leben in unserem Haus während wir umbauen – wir arbeiten in der Sparkasse und müssen gleichzeitig den Strukturwandel bewältigen.

 

Je grundlegender der Umbau ist, umso mehr sollte man erfahrene Architekten und Handwerker einbeziehen, die sich damit auskennen: die Erfahrungen haben mit dem Umbau von Häusern dieses Typs, die wissen, warum die Fundamente dieser Häuser so stabil sind und die schon eine Vorstellung haben, wie das Haus nach dem Umbau aussehen soll.

Fangen Sie an mit IHREM Umbau – aber fragen Sie jemanden, der sich damit auskennt. Fragen Sie uns: Wir kennen Ihr Fundament. Wir bauen Häuser um.